Kann ich mein Kind auf die Schule vorbereiten?

Kann ich mein Kind auf die Schule vorbereiten?

02.08.2012 22:25

Bald kommt Ihr Kind in die Schule und Sie fragen sich, ob Sie Ihrem Kind helfen können, diesen Schritt leichter zu bewältigen. Wie erkennt man, ob das eigene Kind schulreif ist?


Das sollte ein Schulanfänger können:

Sich selbständig an- und ausziehen
Eine Stunde lang still sitzen zu können.
Rudimentäre Konzentration ->
etwa 20 Minuten mit Aufmerksamkeit bei einem Thema bleiben können.
Enttäuschungen aushalten und eigene Bedürfnisse zurückstellen.
Eine einfache Geschichte korrekt nacherzählen.
Einfache Formen, Buchstaben oder Zahlen nachzumalen.
Einfache Dinge mit Schere und Klebstoff basteln zu können.
Unabhängigkeit: Mehrere Stunden ohne Eltern sein zu können
Halbwegs fehlerfrei Deutsch sprechen/ verstehen.
Selbstständig an- und ausziehen.
Allein zur Toilette gehen.

Dazu kommen soziale Kompetenzen wie
anderen zuhören,
Konflikte verbal lösen,
selbstbewusst auftreten etc.,


Wie bereitet der Kindergarten Ihr Kind auf die Schulzeit vor?

Im Kindergarten lernt Ihr Kind spielerisch Erfahrungen mit Menschen und Dingen zu sammeln, die für sein späteres Leben wichtig sind. Der Kindergarten ist der ideale Platz an, um soziale Kompetenzen - beispielsweise im Spiel mit anderen Kindern - auszubilden.

Dazu gehören:
• Lebenssituationen selbstständig zu bewältigen.
• Selbstständigkeit fördern und Eigenaktivität anregen. (in der offenen Arbeit gut durchführbar)
• Lernen, Regeln zu verstehen und diese einzuhalten.
• Einen Platz in der Gruppe finden.
• Grundkenntnisse über den eigenen Körper zu haben.
• Förderung der Fein- und Grobmotorik.
• Helfen, sich in der Umwelt zurechtfinden.
• Lernen, Konflikte mit anderen zu lösen.
• Sprachförderung durch Lieder, Spiele oder Gespräche.

Wie können Eltern helfen, ihr Kind auf die Schule vorzubereiten?
Als primäre Bezugspartner und Orientierungspersonen können gerade Eltern eine Menge tun, um die Fähigkeiten des Kindes zu fördern. Helfen Sie dem Kind Regeln zu verstehen, indem Sie selbst klare Vorgaben machen und diese auch selbst einhalten bzw. vorleben.

Bringen Sie das Kind beispielsweise immer pünktlich und regelmäßig in den Kindergarten, damit Ihr Kind vorgelebt bekommt, was es heißt "Regeln einzuhalten". Machen Sie es neugierig auf neue Lebenssituationen und sprechen Sie mit Freude über seinen neuen Lebensabschnitt, wenn es zur Schule gehen darf.

Bringen Sie Ihrem Kind bei, sich in der Umwelt zurechtzufinden, indem Sie beispielsweise den Schulweg gemeinsam mit ihm üben. Auch das Einüben aller alltäglichen Fähigkeiten wie das ...:
• Binden der Schnürsenkel,
• Telefonieren oder
• Lernen von Verkehrszeichen sind förderlich.
Suchen Sie Kontakt zu anderen Eltern, die ihr Kind auf die gleiche Schule schicken wollen. Vielleicht lernt Ihr Kind so seinen ersten Schulfreund(in) kennen. Suchen Sie mit ihm zusammen einen schönen Schulranzen und Schulutensilien aus. Dies sind natürlich nur einige Beispiele, aber sie geben die Richtung an, wie Sie Ihrem Kind helfen können.

Einstellungen
  • Erstellt von Familienfrau In der Kategorie Allgemein am 02.08.2012 22:25:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 02.05.2012 21:07
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Kommentare
  • Gurintrat
    31.08.2018 07:24

    chulfreund(in) kennen. Suchen Sie mit ihm zusammen einen schönen Schulranzen und Schulutensilien aus. Dies sind natürlich nur einige Beispiele, aber sie geben die Richtung an, wie Sie Ihrem Kind helfen können.

  • MelissaScholz
    11.08.2016 16:43

    Sehr interessant, müsste ich direkt zwei Freundinnen senden.

  • Franz Josef Neffe
    14.08.2012 15:26

    "Kann ich die Schule auf mein Kind vorbereiten?" Diese Frage erscheint mir als Ich-kann-Schule-Lehrer heute sehr viel wichtiger. Wir schicken ja unsere Kinder heute in Einrichtungen, wo kaum jemand das Wort Schule richtig erklären kann. Es sind Lehrplan- und Unterrichtsvollzugsanstalten, keine Schulen.
    Ich denke da an Otto, der im Kindergarten immer Arbeitsblätter ausmalen musste und begierig war, endlich in die Schule zu kommen und dort richtig lernen zu können. Und was musste er dort hauptsächlich tun? Arbeitsblätter ausmalen!
    Warum sind es eigentlich nicht die Pädagogikprofis in Kindergarten und Schule, die die Kinder für Schule und lernen begeistern? Fehlt es ihnen an Geist?
    Warum sollen immer die Eltern die professionellen Dinge tun?
    Es kommt mir oft so vor als handelten wir alle noch wie zu Zeiten der Leibeigenschaft.
    Nur ja die Kinder folgsam machen für alle, denen man sich untertan fühlt!
    Eher verlängerter Arm für die pädagogische Staatsgewalt sein als die Interessen der Kinder dieser gegenüber vertreten.
    Sich eher Sorgen machen, dass das Kind nicht gut genug ist, als der Pädagogik zu sagen wagen, dass sie nicht gut genug ist.
    Sich und das Kinder eher vorgegebenen künstlichen Regeln unterwerfen als die unumstößlichen Regeln des Lebens zu achten und den Widerspruch künstlicher Regeln im Problemfall aufzudecken und sich für das Leben zu entscheiden.
    Viele Eltern haben ihre eigene Schulzeit noch nicht bewältigt.
    Wenn ihr Kind ein Problem hat und sie kennen keine Lösung dafür, dann sind sie noch nicht weiter als das Kind.
    Das geht nicht nur Eltern so sondern auch vielen Lehrern.
    Welch eine Chance, MIT DEM KIND ZU LERNEN!
    Wer miteinander lernt, lebt miteinander.
    Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe



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