Kinder zum Grüßen erziehen

Kinder zum Grüßen erziehen

06.02.2012 09:52

Grüß Gott!


In Passau macht es eine Mittelschule vor: Sie will ihre Schüler dazu erziehen, wieder „Grüß Gott“ und „Auf Wiedersehen“ zu sagen, statt „Hallo“ und „Tschüss“.
Ganz ehrlich: welcher (bayerische) Kunde hat sich nicht schon darüber geärgert, dass selbst die Kassiererin im Supermarkt ganz selbstverständlich „Hallo“ sagt, statt „Grüß Gott“.
Diese Unsitte greift nicht erst seit kurzem um sich. Es ist jetzt ungefähr zwanzig Jahre her, als ich mich zum ersten Mal darüber geärgert habe. Gut, man gewöhnt sich daran. Aber müssen wir uns eigentlich an alles gewöhnen, nur weil diese Norddeutsche Sitte über das ganze Land schwemmt? Ich finde es gut, wenn eine bayerische Mittelschule ganz bewusst einen Gegenakzent setzt und den Kindern ordentliches Grüßen beibringt. Was früher eine Selbstverständlichkeit war, macht heute Schlagzeilen.
Am besten, wir machen es unseren Kindern vor, grüßen so wie es formal richtig ist und lassen dieses „Hallo“ erst gar nicht einreißen. Ein freundlicher Gruß ist das A und das O eines netten Miteinanders. Bleiben wir dabei: Grüß Gott und Auf Wiedersehen!

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  • Erstellt von Familienfrau In der Kategorie Allgemein am 06.02.2012 09:52:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 06.02.2012 09:52
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Kommentare
  • Franz Josef Neffe
    21.08.2013 17:02

    ErZIEHen heißt: sich etwas einfallen lassen, was ZIEHT.
    Geradezu tragikomisch erscheint es mir da als IKS-Lehrer, dass ich immer, wenn es nicht klappt, in dert ErZIEHung DRUCK beobachte.

    Erst belehrt man brav und geduldig.
    Plötzlich bricht es aber aus dem glücklosen Erziehdrücker hervor: "Jetzt hab ich Dir schon huntermal gesagt,......."
    Das sagt doch sehr deutlich wenigstens zwei Dinge:
    1. dass er die Lösung des Problems nicht kennt und
    2. stattdessen ständig denselben Fehler wiederholt.

    Aus der Perspektive der Ich-kann-Schule heißt das: Immer mehr Druck und kein SOG.
    Mit SOG lenkt man aber die Kräfte.
    Das kann man vom Bauern lernen, dern weiß, warum er die Pferde nicht hinter sondern VOR den Wagen spannt.

    In Niederbayern, wo ich herkomme, sagt man zum Abschied: "Pfiat Gott - Behüte Gott!"
    Die Schwaben, bei denen ich jetzt wohne, empfehlen dich "Ade!", von lat. "ad deum - zu Gott!".
    Der Napoleon hat das französische "Adieu" weit verbreitet und manchmal hört man bei uns noch ein "Adjess" o.ä.
    Das norddeutsche "Tschüs" ist auch nichts weiter als ein verkümmertes "ad deum".
    Zu Zeiten der k.u.k. Monarchie grüßte man in Böhmen auf Tschechisch: "pozdrav pan bůh! - Grüß (Herr)Gott!" oder
    "s panem bohem - mit (Herr)Gott!"

    Statt also ständig auf Gelegenheiten zu warten, wo und wie man die bevorzugte Variante doch noch durchdrücken kann, sollte man sich lieber bewusst machen, dass ACTIO = REACTIO ist und dass man sich MIT DRUCK NUR IMMER MEHR DAS GEGENTEIL beschert.

    SOG dagegen kann entspannen und die Kräfte neu ausrichten.

    Und wir können immer wieder noch etwas dazu lernen und damit nicht nur wachsen sondern sogar über die gegenwärtigen Probleme hinauswachsen.
    Lassen wir uns also etwas einfallen, was ZIEHT!

    Guten Erfolg!

    Franz Josef Neffe



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