Märchenhafte Weihnacht

Märchenhafte Weihnacht

21.12.2011 11:33

Schneeflöckchens Weihnachtswunder



Kristallinchen saß schön eingekuschelt in ihrer Wolke und sah wie seine Geschwister in wildem Schneegestöber durcheinander zur Erde purzelten.
„Kristallinchen träumst du schon wieder!“, Mutter Schneeflocke trieb das kleine Flöckchen zur Eile an. „Nun mach schon, deine Geschwister bedecken schon den Boden und du hängst immer noch hier oben herum!“
„Ich mag aber nicht!“, wehrte sich Kristallinchen. „Es ist jedes Jahr dasselbe. Immer wenn ich zur Erde schneie, ist Weihnachten noch nicht da, oder schon vorbei. Einmal im Leben, will ich genau dann zur Erde hinunter fallen, wenn gerade Weihnachten ist!“ Trotzig verbarrikadierte sich Kristallinchen in ihrer Wolke.
Die Mutter seufzte. „Du hast ja Recht! Aber wenn du jetzt noch lange herumtrödelst, wirst du Weihnachten wieder verpassen. Die anderen sind heuer nämlich ziemlich pünktlich unterwegs.“
„Wirklich?“, vorsichtig spähte Kristallinchen zur Erde. Doch ihre vielen Geschwister bildeten einen dichten Schleier, so dass Kristallinchen nicht viel sehen konnte.
„Nun komm schon!“, mahnte die Mutter.
Seufzend löste sich Kristallinchen aus ihrer Wolke, die Mutter gab ihr noch einen Schubs und – hui segelte sie durch die Luft. „Wartet!“, rief sie ihren Geschwistern zu. Doch die lagen inzwischen schon auf dem Boden und bedeckten Felder, Wälder und die Dächer der Häuser mit frischem, weißem Schnee.
Kristallinchen wurde unterdessen vom Wind erfasst, der sie noch einmal nach oben wirbelte. „Hey“, beschwerte sich die Schneeflocke. „Was machst du mit mir?“ „Ich nehme dich mit und zeige dir das Wunder der Weihnacht!“, versprach der Wind. „Das wolltest du doch, oder?“
Kristallinchen jauchzte. Das war ganz nach ihrem Geschmack. So ein Ritt im brausenden Wind und dazu die Aussicht auf das Weihnachtswunder!
Doch der Wind dachte gar nicht daran, sein Versprechen einzulösen, sondern er trieb die Schneeflocke höher und immer höher. „Halt, ich will das Weihnachtswunder sehen!“, beschwerte sich Kristallinchen. Doch der Wind lachte nur höhnisch. Da wurde Kristallinchen angst und bange. Als ihr vor lauter Angst schon ganz schlecht wurde, erschien auf einmal ein Mann mit eisigem Bart direkt am Himmel. „Ich bin Väterchen Frost und ich nehme dem Wind die Kraft.“, behauptete er. In diesem Moment hörte der Wind auf zu blasen und die Luft wurde eisig kalt. „Du kannst jetzt ungehindert deinen Weg fortsetzen!“, sagte Väterchen Frost.
Kristallinchen war froh, dass der Wind zu blasen aufgehört hatte und sie beeilte sich, zur Erde zu kommen. Da sah sie einen Stern, der ihr Orientierung gab. Kristallinchen flog in die Richtung und entdeckte direkt unter sich einen alten Stall. „Nein da will ich nicht hin“, dachte sie noch. Doch ehe sie sich’s versah, landete sie auf dem Dach. Und weil das Dach undicht war, konnte sie sich nicht länger halten und plumpste hinunter, direkt hinein in eine Futterkrippe, in der ein Baby lag. Das Kind jauchzte und patschte mit seinem Händchen nach der Schneeflocke. Das Baby freute sich.
„Schau mal“, sagte da Maria zu ihrem Mann. “Wie Jesus lacht!“ Josef nickte: „Gott freut sich über die kleinen Dinge, auch über eine Schneeflocke!“
Als Kristallinchen das hörte, wusste sie, dass sie das Weihnachtswunder nicht mehr suchen musste. Es war hier, in dieser Krippe!

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  • Erstellt von Familienfrau In der Kategorie Allgemein am 21.12.2011 11:33:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 21.12.2011 11:33
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