Die Weihnachtsgeschichte: Jesus Geburt

Die Weihnachtsgeschichte: Jesus Geburt

19.12.2011 12:49

Josef stand an der Tür. Die Arme auf den Pfosten gestützt. Das hereinfallende Sonnenlicht spiegelte sich auf seinen muskulösen Oberarmen. Josef war ein stattlicher Mann, dem die schwere Arbeit auf einer Baustelle viel Spaß machte. Denn als Zimmermann hatte er einen gefragten Beruf und kam manchmal den Aufträgen kaum nach.
„Maria hast du schon gepackt?“, fragte er seine Verlobte, die gerade Wäsche in einem großen Bottich schrubbte. Maria strich sich eine widerspenstige Haarsträhne aus dem Gesicht und wandte sich ihrem Verlobten zu. „Fast. Jetzt wasche ich noch ein paar Sachen, die wir auch dringend brauchen. Wenn die trocken sind, packe ich sie noch zusammen. Dann bin ich fertig.“
Josef nickte. „Gut. Wir müssen uns beeilen. Ich habe gehört, es sind schon sehr viele Leute unterwegs. Jeder dahin wo er seine Wurzeln hat.“
„Na ja und die liegen halt bei uns in Bethlehem!“, lachte Maria.
„Das ist ja auch ein großer Spaß, wenn du nicht ausgerechnet jetzt schwanger wärst!, meinte Josef.
Am nächsten Tag ging es dann los. Josef brachte schon früh am Morgen einen Esel mit. „Los setz dich drauf!“, forderte er Maria auf. „Ich bin doch keine alte Frau!“, entrüstete sich Maria. Doch dann freute sie sich doch über das Fortbewegungsmittel und setzte sich auf den Esel, den Josef schon mit all ihren Habseligkeiten beladen hatte.
Dann machten sie sich auf den Weg. Unterwegs begegneten ihnen viele andere, die auch auf dem Weg in ihr Heimatdorf waren. Alle gingen in ihre Dörfer um sich zählen zu lassen. Denn Kaiser Augustus wollte genau wissen, wie viele Menschen in diesem Land lebten.
Darum zogen Maria und Josef von Nazareth bis nach Bethlehem. Es war ein weiter Weg. Und als sie endlich nach Bethlehem kamen, fühlte sich Maria gar nicht gut. Die Reise hatte sie sehr angestrengt und sie spürte das Kind in ihrem Bauch.
„Josef, es wird Zeit, dass wir eine Übernachtungsgelegenheit finden“, meinte sie. Ihr Verlobter schaute sie besorgt an. „Ja,“ murmelte er nur. Doch er sah auch die vielen Menschen, die genauso fremd hier waren, wie sie selbst. Er wusste, dass es schwierig wäre, etwas Geeignetes zu finden.
Müde schleppten sie sich ins Dorf. Sogar der Esel ging schwerfällig. Auch er war müde. Josef klopfte an jeder möglichen Hütte und bat um Schlafgelegenheit. Meist erntete er nur einen mitleidigen Blick, ein Schulterzucken, ein „tut uns Leid!“ Manchmal wurde er auch wüst beschimpft: „Mach, dass du fortkommst. Elendes Pack!“
Dann kamen die beiden zu einem Gasthaus. Auch hier fragte Josef an. Der Wirt wollte Josef schon barsch abweisen. Dann fiel sein Blick auf Maria. Er kratzte sich nachdenklich am Kopf und meinte dann: „Dort hinten auf der Weide steht ein Stall. Da könnt ihr meinetwegen übernachten.“
Maria und Josef waren sehr dankbar und schleppten sich bis zu dem angegebenen Ziel. Es war ein halb verfallenes Gebäude. Nicht sehr groß, aber trocken. Es gab eine Futterkrippe und einen Ochsen. Sie stellten ihren eigenen Esel daneben.
Dann legten sie sich aufs Heu. Noch in dieser Nacht bekam Maria ihr Kind. Sie bettete es in die Futterkrippe und gab ihm den Namen Jesus.
In der Nähe dieses Stalls waren Hirten auf dem Feld. Sie saßen um ein Feuer und hüteten ihre Schafe. Auf einmal sahen sie einen Stern mit langem Schweif. Gegenseitig machten sie sich darauf aufmerksam. „Was ist denn das? Kann das was zu bedeuten haben?“
Noch während sie darüber rätselten, trat auf einmal eine Gestalt auf sie zu. Hell vom Licht erhellt, strahlte sie mehr als jeder Stern. Es war ein Engel. „Fürchtet euch nicht!“, rief er den erschrockenen Hirten zu. „Euch ist heute der Heiland geboren. Der Retter der Welt!“
Die einfachen Hirten wussten gar nicht wie ihnen geschah. Sie waren ungebildet, konnten weder lesen, noch schreiben. Sie kannten sich auch mit der Religion nicht aus. Und ausgerechnet zu ihnen kam ein Engel! Und er wies ihnen auch noch den Weg zum Stall, in dem dieses große Ereignis stattgefunden haben sollte.
Natürlich wollten sie sofort wissen, ob das stimmte. Sie rannten augenblicklich los! Hin zum Stall. Dort fanden sie das Kind! Sie fielen auf ihre Knie und beteten Jesus an!

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  • Erstellt von Familienfrau In der Kategorie Allgemein am 19.12.2011 12:49:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 19.12.2011 12:49
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