Nikolausgeschichte erzählen!

Nikolausgeschichte erzählen!

06.12.2011 13:07

St. Nikolaus zu feiern, ist der Adventsbrauch schlechthin. Viele Menschen - und nicht nur Christen - feiern den heutigen Tag und denken dabei an Nikolaus. Dieser Nikolaus war ein Mann, der sich sehr für arme Menschen einsetzte. Deshalb wurde er so bekannt.

Folgende Geschichte erzählt eine der Legenden, die sich um seine Lebensgeschichte ranken. Es ist eine Vorlesegeschichte für Kinder und Erwachsene.

Was das Rentier über den Nikolaus weiß!

Rentier Rudolph, das Rentier mit der roten Nase war auf der ganzen Welt bekannt. Kein Winkel, in dem man nicht das Lied: „Rednose Rentier“ kannte. Es war ihm schon richtig peinlich. Alle Welt sprach das Rentier auf seine rote Nase an.

Von überallher bekam es Post. Rudolph hatte schon gar keine Lust mehr, sie zu lesen. Doch eines Tages stellte ihm ein kleines Mädchen eine Frage, die nichts mit seiner Nase zu tun hatte. Da hieß es: Ist es wahr, dass der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist?

Jetzt kam das Rentier Rudolph in Bedrängnis. Wie war das noch mal? Und er erinnerte sich und schrieb:

„Liebe Anna, jetzt wo du mich darauf ansprichst, muss ich es zugeben. Nein, der Nikolaus ist der Nikolaus. Nämlich der Heilige Nikolaus. Und dass er auf einem Rentier-Schlitten durch die Luft fliegt, das ist … na ja, …auch ein wenig ausgedacht halt. Nein, Stopp, ich war auch noch nie mit dabei, wenn er Geschenke austeilte. Noch nie, nein. Denn der Heilige Nikolaus ist ein bescheidener Mann. Das war er schon früher.
Als Nikolaus mit neunzehn Jahren seine beiden Eltern verloren hatte, war er sehr, sehr traurig. Sie sind an der Pest verstorben, einer schlimmen Krankheit, und Nikolaus weinte Tag und Nacht. Da half es ihm auch nicht, dass seine Eltern sehr, sehr viel Geld hinterlassen hatten. Er konnte sich alles kaufen, was er nur wollte. Doch er wollte nicht… Er wollte seine Eltern zurück. Doch das konnte er nicht kaufen.
Stattdessen verkroch er sich in seinem Zimmer. Sogar seine Freunde schickte er wieder weg. Eines Tages kam ein Freund zu ihm, der sich einfach nicht abwimmeln ließ. Er redete auf Nikolaus ein, ohne Pause. Da erzählte er ihm von einem Vater mit drei Töchtern. Alle im heiratsfähigen Alter. Doch leider hatte der Vater nicht das Geld, um ihnen eine Aussteuer zu geben. Die brauchte man um zu heiraten. So konnte er keine seiner Töchter verheiraten. Die Töchter waren darüber sehr unglücklich, denn damals bedeutete für eine Frau eine Heirat ein gesichertes Leben und das hatte sie nicht, wenn sie nicht heiratete.
Als Nikolaus von diesem Schicksal hörte, wurde ihm klar, dass es Menschen gab, denen er helfen konnte. Doch wie gesagt – Nikolaus war ein bescheidener Mensch. Deshalb schlich er sich bei Nacht und Nebel zu dem Haus der drei Töchter und warf eine gefüllte Geldbörse ins Zimmer des Vaters.
Als am nächsten Tag der Vater erwachte, konnte er seinen Töchter freudestrahlend die Mitteilung machen, dass wenigstens eine von ihnen heiraten durfte. Daraufhin verheiratete er die erste Tochter.
Als Nikolaus davon hörte, ging er nochmals bei Nacht und Nebel zu diesem Haus und legte eine weitere Börse dort ab.
Wieder war der Vater sehr glücklich und verheiratete die nächste Tochter.
Dann geschah dasselbe wie schon zuvor. Nikolaus warf wieder eine Geldbörse in das Haus und der Vater verheiratete die dritte Tochter.
So sorgte Nikolaus dafür, dass die Töchter ihr Auskommen hatten.
Nach dieser Geschichte fühlte sich Nikolaus besser. Er spürte, dass Gott ihm zwar eine Last auferlegt hatte, nämlich mit dem Tod seiner Eltern, aber dass er ihm auch eine Aufgabe gegeben hatte.
Darüber freute sich Nikolaus sehr! Jetzt fühlte er sich endlich gebraucht. Als wenig später auch noch sein Onkel starb, hielt ihn nichts mehr in der Heimat. Er pilgerte ins Gelobte Land, nach Israel. Er wollte das Land kennenlernen, in dem Jesus, der Sohn Gottes gelebt hatte. Als Nikolaus wieder zurückkam, war er bereit, das zu tun, was die Gemeinde von ihm verlangte: nämlich Bischof zu sein.
Und St. Nikolaus war ein guter Bischof. Er sorgte sich um die Armen. Als eines Tages eine Hungersnot ausbrach und der Kaiser den Menschen viel Getreide als Steuer abverlangte, ging Nikolaus zu den Getreidehändlern und erbat sich für jedes nach Rom fahrende Schiff nur 100 Scheffel Getreide. Er betete dafür, dass das Getreide, die erforderliche Menge aufwies. Und tatsächlich wurde sein Gebet erhört: das Getreide langte den Steuereintreibern in Rom reichlich. Auf diese Art und Weise sparte Nikolaus nicht nur Getreide, sondern auch Saatgut ein. So litt die Gemeinde keinen Mangel.

Nikolaus sorgte für seine Gemeindeglieder. Am meisten aber sorgte er für die Kinder. Gerne ging er durch die Straßen, angetan mit seinem Bischofsmantel, der Mytra und dem Stab.

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  • Erstellt von Familienfrau In der Kategorie Allgemein am 06.12.2011 13:07:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 06.12.2011 13:07
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