Die offene Kindergartenarbeit - wie sie im Kindergarten umgesetzt wird

Die offene Kindergartenarbeit - wie sie im Kindergarten umgesetzt wird

25.10.2011 12:28

In der traditionellen Kindergartenarbeit kennen wir einzelne Gruppen, der die Kinder zugehören. In der Regel mit Namen wie Eichhörnchengruppe, Füchse, oder Hasen bezeichnet.
In der offenen Arbeit gibt es diese Gruppen nicht mehr. Der Kindergarten öffnet sich und alle Kinder können sich ihre Angebote dort heraussuchen, wo sie sich am liebsten aufhalten wollen. Das unterstützt die Bildung von Entscheidungsfähigkeit schon bei sehr kleinen Kindern.
Denn sie müssen wählen. Die einzelnen Räume sind nach Angeboten benannt, beispielsweise Kreativraum, Spielzimmer, Bewegungsraum.
Außerdem wird der herkömmliche Morgenkreis durch Dialoggruppen ersetzt.
Statt mit vielen Kindern in einem großen Kreis zusammenzusitzen, entstehen mehrere kleine Kreise. An der Entstehung dieser Gesprächskreise sind die Kinder von vornherein demokratisch beteiligt. Hier wird Demokratie an der Basis umgesetzt. Die Kinder finden sich selber in entsprechenden Kreisen zusammen.
In dieser Gruppe wird nun über das geredet, was die Kinder bewegt, also über das, was ihnen gefällt, wie sie den Alltag beeinflussen möchten, was sie am liebsten unternehmen würden. Aus all diesen Informationen entsteht die Planungsgrundlage für die Erzieher und zugleich Reflexionsinstrument für die pädagogische Arbeit.
Aus diesen Informationen werden Anregungen entnommen für Aktivitäten, die die Kinder gerne umsetzen möchten.
Dem Freispiel kommt in der offenen Arbeit eine hohe pädagogische Bedeutung zu. Es ist die Phase, in der die Anforderungen zur Selbständigkeitserziehung am besten umgesetzt und die Entwicklung von Autonomie und der Fähigkeit zur Selbstorganisation aktiv unterstützt wird. Es entspricht dem Leitbild einer guten Erzieherin seit der Antike, sich zunehmend selbst überflüssig zu machen. Dazu gehört, dass die Kinder selbständig, das für sie geeignete Spielmaterial nutzen und eventuell auftretende Konflikte eigenständig lösen.
Um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sind einzelne Kinder zu Hilfsdiensten, wie beispielsweise Streitschlichter eingeteilt. Die Kinder sollen sich bei Konflikten zunächst an diese wenden, bevor sie sich in nächster Instanz, einen Erzieher dazu holen.
An den Erzieher stellt die offene Arbeit hohe Anforderungen, die letztlich den Kindern zugutekommen. Diese werden hier schon früh an demokratische Regeln herangeführt. Zudem können die Kinder früh ihre Neigungsgruppen wählen und somit beispielsweise.naturwissenschaftliche Experimente durchführen. Wobei es natürlich immer sinnvoll ist, wenn solche Aktivitäten zu Hause unterstützt werden.

Einstellungen
  • Erstellt von Familienfrau In der Kategorie Allgemein am 25.10.2011 12:28:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 25.10.2011 12:28
Artikel empfehlen
Andere Artikel dieser Kategorie, die für Sie interessant sein könnten: Neueste Artikel der Kategorie Allgemein

Melden Sie sich an, um die Kommentarfunktion zu nutzen


disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 0
Besucht uns auch bei



Xobor Xobor Blogs